25jähriges Jubiläum des DeerhoundClubs der Schweiz

Zu diesem Anlass hat  sich der Club ein wunderschönes Programm rund um unsere Deerhounds für das vergangene Wochenende, 28. und 29. Mai 2011, einfallen lassen.  Ausgetragen vom Windhundrennverein in Rifferswil, dem an dieser Stelle ein großes Dankeschön gebührt, haben wir zwei herrliche Tage verleben dürfen.

Der Höhepunkt für mich war die Einladung von Virginia Hawke, Nelungaloo Deerhounds, Australien, die unsere Hunde am Samstag beurteilt hat. In 38 Jahren kamen bei ihr 42 Würfe auf die Welt, in denen auch der Großvater unserer Jungs, Nelungaloo Shadrach – mittlerweile über 11 Jahre alt und bei bester Gesundheit, sowie der Vater von Ian, Nelungaloo Touchdown, geboren wurden. Virginia Hawke also hatte die nicht leichte Aufgabe aus 42 gemeldeten Deerhounds die Clubsieger im Jubiläumsjahr im Rahmen der Ausstellung, bei der keine Anwartschaften vergeben wurden,  zu ermitteln.

Ian und Chadwick habe ich in getrennten Klassen gemeldet. Ian in der Gebrauchshund- und Chadwick in der Championklasse. Sie sollten nicht direkt gegeneinander antreten. Ian, allein in der GK, wurde mit V 1 bewertet. Er hat sich, trotz meiner Nervosität, super handeln lassen. Im Stand, wenn die Richterin den Hund aus kurzer Distanz schriftlich beurteilt, halfen uns die beinahe im Minutentakt vom benachbarten Segelflugplatz startenden “Flying Rabbits”, die Ian mit allergrößtem Interesse – zur Statue erstarrt – mit den Augen verfolgte. Aber auch Chadwick ließ sich super handeln und ist in der ChK ebenfalls mit V 1 bewertet worden. Folglich durften die zwei sich bereithalten für die Ermittlung des besten Rüden BR bzw. des Clubsiegers. Dort standen dann schlußendlich noch Aogh Caoinlan, Chadwicks Vater, Caldar of Canadagh Caoinlan, Chadwicks Bruder, sowie die besten Rüden der anderen Klassen.

Claidhembor Cattanach, der Clubsieger des  Jahres 2009, wurde in diesem Jahr nicht gezeigt. Esther Bühler, die Präsidentin des Deerhoundclubs in der Schweiz, ist eng befreundet mit Virginia Hawke, so daß Esther darauf verzichtet hat ihre 3 Rüden vorzustellen. Nur Nelungaloo Shadrach, gemeldet in der Methusalem-Klasse, über 11 Jahre alt, mußte man dem anwesenden Publikum einfach vorstellen. Für meine Jungs wünsche ich mir ein ähnlich hohes Alter bei so guter Gesundheit. Es kann also auch ein so großer Hund alt werden.

An Aogh, der in den vergangenen Jahren die großen Ausstellungen in der Schweiz und in Deutschland dominiert hat, mußten sich auch unsere Jungs messen lassen. Die Entscheidung ist sehr knapp gewesen und mich hat es mit großer Freude und Stolz erfüllt, daß Ian BR – bester Rüde – und somit Clubsieger Schweiz 2011 geworden ist.

Nicht unerwähnt lassen möchte ich bei dieser Gelegenheit auch eine liebe Freundin, Claudia Bertelsbeck. Kennengelernt haben wir uns im Windhundrennverein Münster, in dem sie als Whippet-Züchterin dem Bewegungsdrang ihrer Hunde Luft verschaffen kann. Gleichfalls führt sie seit gut 25 Jahren einen Hundesalon.

Mit unseren Terriern regelmäßig auf Ausstellungen im In- und Ausland unterwegs war es selbstverständlich, daß sie zum “groomen” einen Salon besucht haben, um immer in hervorragender Form zu sein, was den Pflegezustand anging. Es hat Claudia doch einiges an Überredungskunst gekostet den Weg zu ihr in den Salon nicht nur mit unserer alten Terrierhündin Lotte sondern auch mit den Jungs zu gehen. Natürlich kämme und bürste ich die Jungs regelmäßig und zupfe die an den Ohren langsam wachsenden “Fusseln” ab, schneide die Krallen etc. …. Mehr braucht es ja schließlich nicht bei unseren Deers ….

Um wieviel besser aber ein frisch gebadeter Deerhound aussieht und sich anfühlt hat sie mir in den vergangenen Wochen gezeigt, so daß wir natürlich ein Bad bei ihr für die Jungs vor dem Clubmatch in der Schweiz genommen haben. Herzlichen Dank Claudia für Deinen Langmut!!!

Mit hervorragendem Essen in gemütlicher Runde haben wir diesen Tag ausklingen lassen.

Am Sonntag dann gab es den sportlichen Teil: Solorennen auf der Bahn. Unterteilt wurde in lizenzierte, 6 Starter, und unlizenzierte Hunde, 7 Starter. Ian ging gleich als erster der lizenzierten Hunde an den Start und lief wie immer gut, aber leider wegen technischer Probleme ohne Zeit. Das war aber auch die einzige “Panne”, die wir am gesamten Wochenende erlebt haben und das war nicht schlimm, es gab ja noch einen zweiten Lauf.

Chadwick war der letzte der unlizenzierten Starter und bei ihm war ich auf alles gefaßt. Die letzten Versuche auf der Bahn vor gut 1 1/2 Jahren Jahren waren nicht so toll.  Also “hopp” oder “topp”. In beiden Durchgängen ist er sehr engagiert gelaufen  – vom Start bis zum Ziel. Er schafft es doch immer wieder mich zu überraschen. Und es hat ihm offensichtlich großes Vergnügen bereitet. Zeiten für die Läufe wurden nicht genannt, es sollte schließlich bis zur Siegerehrung spannend bleiben.

Gewonnen bei den lizenzierten Hunden hat Beinn Mhor McGrain Caoinlan, Ians Schwester, die wieder einmal wunderschön anzuschauen war. Ian wurde 3. und konnte damit in Verbindung mit der Ausstellung am Tag zuvor den Preis für Schönheit & Leistung erringen.

Naja Chadwick, der 6. wurde aufgerufen, der 5. ….. okay, dann ist er als letzter gestartet und nimmt die “Laterne” mit nach Hause … egal, er aber hatte viel Spaß in beiden Läufen …. doch als nach dem 2. Platz, sein Bruder Caldar of Canadagh Caoinlan belegte diesen, es hieß: den 1. Platz belegt …. Chadwick of Canadagh Caoinlan …. mochte ich es kaum glauben. Dieser “kleine” Kasper ist doch immer wieder für eine Überraschung gut und mit Ian hat er ja auch einen hervorragenden Sparrings-Partner – täglich.

Ja, und das wars schon wieder ….. im vergangenen Jahr konnte ich nicht in die Schweiz reisen und habe mich seitdem riesig auf dieses Wochenende mit der australischen Züchterin Virginia Hawke gefreut. Daß sie keine lizenzierte Ausstellungsrichterin ist und keine Anwartschaften vergeben wurden, war kein Problem. Mir war ihre Bewertung meiner Jungs einfach wichtig.

Mary Girling, die in diesem Jahr die Hündinnen auf der Jahresausstellung der Deers in Deutschland richten wird, war als “stille Beobachterin” an beiden Tagen mit von der Partie und ich denke, sie hat diese Tage sehr genossen.

DANKE auch nochmal an unseren Sohn und unsere “fast” Schwiegertochter, die als Termin für ihre Hochzeit bereits das vergangene Wochenende ins Auge gefaßt hatten. Da steht uns also ein noch viel größeres “Event” im Monat Juni ins Haus, nämlich die Hochzeit unserer Kinder. Wir freuen uns sehr darauf.

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