Coursing-Europameisterschaften in den Niederlanden

Angereist sind wir am Freitagnachmittag. Ganz leicht war das Gelände nicht zu finden, entschädigt wurden wir aber mit wirklich großzügigen Stellplätzen, gescheiten sanitären Anlagen und gutem Wetter. Zum Wetter später mehr!

Nachdem unsere “Wagenburg” stand sind wir ganz entspannt zur Tierarztkontrolle gegangen und haben anschließend einen Gang durch den angrenzenden Wald gemacht, bewaffnet mit unserer Skizze, auf der die Parcoure verzeichnet waren. Der Weg dorthin würde am kommenden Morgen zum Warmlaufen der Hunde schon fast ausreichend sein.

Müde sind wir gegen Mitternacht mit unseren Hunden in die Autos gekrabbelt und haben, wider Erwarten, richtig gut geschlafen. Gutes Wetter erwartete uns auch am frühen Samstagmorgen.

Gestartet wurde dann nicht wie geplant um 8.00 Uhr sondern erst um 9.15 Uhr. Augenscheinlich aber ohne technische Pannen oder ähnliches, zumindest war es bei unseren Läufen so.

Vorweg schon mal das, der Titel ging bei den Rüden auch in diesem Jahr nach Deutschland: Cunamara’s Miles hat zwei schöne Läufe gezeigt und ist dafür mit dem 1. Rang belohnt worden.

Ian hat zwei solide Läufe gezeigt, wobei ihm im 2. Durchgang auf den letzten Metern “ein paar Körner” fehlten. Ebenso vermisste ich in seinen Läufen den “Biss”. Nun mag das mit seinem bereits fortgeschrittenen Alter zusammenhängen oder vielleicht waren es auch noch Nachwehen der Anaplasmose. Man weiß es nicht. Er hatte aber sichtlich Freude und hat sich nach jedem Lauf gut und schnell erholt und im Gesamtergebnis belegte er den 8. Platz.

Zum Alter von Ian, schließlich ist er gerade mal knapp 5 Jahre , wurde mir von einem anderen Teilnehmer, dessen Rüde noch etwas jünger ist als Ian, gesagt, daß es ja schon ganz schön “alte Säcke” wären, was mir bisher noch nicht so bewußt war. Das lassen wir jetzt auch unkommentiert so stehen.

Die Siegerehrung begann durch die morgendlichen Verzögerungen nicht planmäßig um 20.00 Uhr sondern erst um 22.00 Uhr. Seit dem frühen Nachmittag regnete es zudem ununterbrochen. Den Abend wollten wir eigentlich draußen sitzend noch genießen und die EM für uns ausklingen lassen, aber der Gedanke mit nassen Hunden in das Auto zu krabbeln und am nächsten Morgen wieder hinauszumüssen in den Regen ließ uns die Entscheidung treffen,  nachts noch nach Hause zu fahren. Es waren nur 160 km. Allerdings sind wir morgens um 5.00 Uhr bereits auf den Beinen gewesen und die Siegerehrung haben wir um 23.00 Uhr verlassen, als die Deerhounds durch waren. Es wurden die längsten 160 km meines Lebens!!!

Aber ein schönes Wochenende war es allemal!

Außerdem bekommt man in den Niederlanden die “besten Pommes vonne Welt”!

 

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